Übung SozPsy I (Gruppe 1), WiSe 2019/20
„Zur Sozialpsychologie von Nationalismus und Rassismus“

Do, 17.10.2019:
Gürses, H. (2003). Funktionen der Kultur. In S. Nowotny & M Staudigl (Hrsg.), Grenzen des Kulturkonzepts. Meta-Genealogien (S. 13-34). Wien: Turia + Kant.

Do, 31.10.2019:
Vorbemerkung:
Ich habe für diese Einheit verschiedene Texte zusammengestellt, von denen jeweils nur kürzere Auszüge zu lesen sind (Achten Sie auf die Markierungen in den Texten und/oder die hier bei den Literaturangaben erwähnten Seitenzahlen!). Versuchen Sie für die Hausübung einfach ein gemeinsames Abstract zu den beiden Hobsbawm-Texten zu schreiben, das Erfinden von Traditionen hängt eng mit der Bildung (oder: dem Erfinden) von Nationen zusammen; auch in der selbständigen Text-Auseinandersetzung dürfen Sie die Texte zusammennehmen. Sprich: Sie müssen nicht zwei Zusammenfassungen/Auseinandersetzungen schreiben.
Die Textzusammenstellung zum Dirndl ist nur als Anschauungsbeispiel da, damit müssen Sie sich nicht schriftlich auseinandersetzen (in Kurzversion finden Sie diese auch im Wikipedia-Artikel zum Stichwort Dirndl).

– Hobsbawm, E. (1984). Das Erfinden von Traditionen. In Ch. Conrad & M. Kessel (Hrsg.), Kultur & Geschichte. Neue Einblicke in eine alte Beziehung. Stuttgart: Reclam. Zu lesen: S. 97-106, 114-116.
– Hobsbawm, E. (1990). Nationen und Nationalismus. Frankfurt a.M./New York: Campus, 1991. Zu lesen: S. 97-103, 105-106, 110-111.
– Als Anschauungsbeispiel: Zur Geschichte des Dirndls

Do, 21.11.2019:
Siems, S. (2013): Eriksons amerikanische Erfahrung. Ich- und Gruppen-Identität als Schlüsselbegriffe neuer Integrationsformen. Psychologie und Gesellschaftskritik 36/37, 13-33

Do, 9.01.2020:
Osterkamp, U. (1997). Institutioneller Rassismus. Problematik und Perspektiven. In P. Mecheril & T. Teo (Hrsg.), Psychologie und Rassismus (S. 95-110). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Do, 16.01.2019:
Bohleber, W. (1992). Nationalismus, Fremdenhaß und Antisemitismus. Psychoanalytische Überlegungen. Psyche 48 (8), 689-709.

Do, 23.01.2019:
Brunner, M. (2015). Vom Ressentiment zum Massenwahn. Eine Einführung in die Sozialpsychologie des Antisemitismus und die Grenzen psychoanalytischer Erkenntnis. In C. Busch, ‎M. Gehrlein, T. D. Uhlig (Hrsg.), Schiefheilungen. Zeitgenössische Betrachtungen über Antisemitismus (S. 13-36). Wiesbaden: Springer VS.

Hausaufgaben/Prüfungsleistung:
Lesen Sie sich die Texte bzw. Textauszüge genau durch und schreiben Sie zu den im Seminarplan markierten Texten jeweils eine kurze Zusammenfassung (halbe A4-Seite), in der Sie die Problemstellung, die Fragestellung und die Hauptthesen des Textes kurz darstellen (nicht alle Details, sondern versuchen, nachzuvollziehen, was der Text uns grundsätzlich sagen will). Verschriftlichen Sie im Anschluss daran zusätzlich (ca. eine A4-Seite) noch Ihre Leseeindrücke und eigene Anmerkungen dazu (bitte ausformulieren):
– Fragen bzgl. einzelner Begriffe, Aussagen oder Sätze,
– was Sie besonders interessant, wichtig oder auch störend oder irritierend fanden,
– oder sehr gerne auch eine argumentative Kritik, wenn Sie mit etwas nicht einverstanden sind oder die Perspektive verkürzt finden o.Ä..

→ Schicken Sie mir ihre/n Text/e mit den Zusammenfassungen und den Leseeindrücken jeweils am Tag vor der Einheit zu und zwar in einer eMail mit folgendem Betreff: „Hausübung UE SozPsy II, ‚Name des Autors/der Autorin des zu lesenden Textes‘ [also Gürses oder Hobsbawm etc.]“.

Schicken Sie mir schließlich zum Abschluss des Seminars (d.h. zu den Prüfungsterminen) diese Texte in ein Dokument zusammengefügt noch einmal als Gesamt-PDF zu, mit einem Titelblatt versehen und durch eine ca. 3seitige Schlussreflexion ergänzt. In der Schlussreflexion sollen Sie die Texte nochmals miteinander ins Gespräch bringen und diskutieren.
Diese Arbeit ergibt zusammen mit der mündlichen Mitarbeit die Grundlage für meine Benotung.

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Übung SozPsy II, SoSe 2019
„Angst und/in Institutionen“

Seminarplan

Lektüre:
13. März: Einführung

27. März: Sigmund Freuds Angsttheorie
Sigmund Freud (1933): 32. Vorlesung: Angst und Triebleben.

10. April: Melanie Kleins Angsttheorie
Melanie Klein (1952): Über das Seelenleben des Kleinkindes.

24. April: Social Systems as a Defence Against Anxiety. Eine Fallanalyse
Isabel Menzies Lyth (1960): Social Systems as a Defence Against Anxiety. An Empirical Study of the Nursing Service of a General Hospital.

8. Mai: Wilfried Bions Theorie der geteilten Grundannahmen in Gruppen
Wilfried Bion (1952): Gruppendynamik.
Robert de Board (1978): Groups and their basic assumptions – the influence of Wilfried Bion.

13. Mai: Wunsch und Versagung in Organisationen
Otto F. Kernberg (1998): Ideologie, Konflikt und Führung, 4. Kapitel.

22. Mai: Angst und Sexualität in Schulen
Emil Jackson (2015): Work discussion groups as a container for sexual anxieties in schools