Jour fixe im September

3.09.2014

Mi, 10.09.2014, 18:15 Uhr
Im Moore 21, Raum A210

Christine Kirchhoff (Berlin):
Freud und Adorno. Zur Urgeschichte der Moderne (Buchvorstellung)

Gegenwärtig scheint es stiller um die kulturtheoretischen Ansätze Freuds und Adornos geworden zu sein, die vor einigen Jahrzehnten die Auseinandersetzung mit der Moderne geradezu beherrschten. Wenn die Probleme, die im Mittelpunkt ihres Denkens standen – Freuds »Unbehagen in der Kultur« und Adornos »Dialektik der Aufklärung« – heute in einem anderen Kontext wieder wichtig werden, stellt sich auch die Frage nach der Rezeption auf neue Weise.
Die Beiträge des Bandes spüren gemeinsamen Motiven und Fragestellungen Freuds und Adornos nach und untersuchen die Rezeptionsgeschichte von Psychoanalyse und Kritischer Theorie. Ein zentrales Thema ist dabei die Frage nach der äußeren wie der inneren Natur und ihrem Verhältnis zur Kultur und Gesellschaft, ausgehend von der Erfahrung, dass gerade die zunehmende Entmythologisierung der Welt durch den Fortschritt in den Naturwissenschaften neue Mythen hervorbringt: ein Nachleben archaischer Motive in wissenschaftlichem Gewand.

Prof. Dr. Christine Kirchhoff ist Juniorprofessorin für Psychologie mit Schwerpunkt Psychoanalytische Kulturwissenschaften an der International Psychoanalytic University Berlin (IPU).

Mit freundlicher Unterstützung des AStA Hannovers.

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