Jour fixe im November

9.11.2013 Mi, 20. November, 18 Uhr Im Moore 21, Raum A210 Gregor Kritidis (Hannover): Struktur und Dynamik sozialer Bewegungen am Beispiel Griechenlands Mit den Kreditverträgen vom Mai 2010 zwischen Griechenland einerseits, der EU und dem IWF andererseits werden alle politischen Entscheidungen von den Vertretern der Gläubiger vorgegeben. Die von ihnen verordnete Schock-Therapie hat zu einer allgemeinen ökonomischen und sozialen Krise geführt. Die Wirtschaft schrumpft im sechsten Jahr in Folge und die Arbeitslosigkeit erreicht immer neue Rekorde, während die Staatsschulden absolut und in Relation zum BIP weiter steigen. Gegen diese Zerstörung der sozialen Demokratie hat sich ein langanhaltender Widerstand formiert. Auf der anderen Seite zeigen die steigende Selbstmordrate und der Zulauf zur faschistischen ‚Goldenen Morgenröte‘, welche destruktiven Potentiale im Krisenverlauf freigesetzt werden. Griechenland ist damit paradigmatisch geworden für die Dynamik, die die ge-sellschaftliche Kernschmelze im Zuge der Krise freigesetzt hat. Gregor Kritidis, Jg. 1971, Studium der Sozialwissenschaf-ten in Hannover, Tätigkeit in der außerschulischen Jugendbildung, 2007 Promotion mit einer Arbeit über die linkssozialistische Opposition in der Ära Adenauer. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Edition einer Auswahl der Briefe Wolfgang Abendroths“, gegenwärtig in Hannover in der Erwachsenenbildung bei Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen VNB tätig sowie Organisationssekretär der Loccumer Initiative Kritischer Wissenschaftler. Mitherausgeber des Internetmagazins www.sopos.org. Plakat zum Jour fixe

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