Jour Fixe im Januar

9.01.2010 Mittwoch, 13.1.2010, 18 Uhr c.t. Raum A210, Im Moore 21, Vorderhaus Tove Soiland: Gender – Eine Konfrontation mit der Psychoanalyse und ihre politischen Implikationen Die bei uns als „poststrukturalistisch“ bekannt gewordene gender-Theorie basiert auf einer spezifischen, dem Umfeld der Cultural Studies entstammenden Rezeption des französischen Poststrukturalismus, in welchem wichtige Grundannahmen des französischen Subjektverständnisses – und damit auch dessen kritisches Potential – verloren gingen. Der Vortrag vertritt deshalb die These, dass im Rahmen der US-amerikanischen Cultural Studies das französische Subjektverständnis auf dem Hintergrund der amerikanischen Ich-Psychologie aufgenommen wurde, was sich im Übergang vom französischen „sujet“ zum englischen „identity“ manifestiert. Die Unvereinbarkeit dieser beiden Konzepte soll anhand eines Vergleichs mit dem Subjektverständnis Jacques Lacans herausgearbeitet werden. Im Umfeld der neueren Lacan-Rezeption existieren im englischsprachigen Raum bereits vielfältige Ansätze zu einem Synthese von Lacan’scher Psychoanalyse und Marxismus. An diese Tradition ließe sich, so wird der Vortrag argumentieren, auch für eine kritische Geschlechtertheorie anknüpfen. Er skizziert dazu erste Überlegungen. Plakat zum Jour Fixe

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