Jour fixe im August

19.12.2012 Mittwoch, 8. August 2012, 18Uhr c.t. Im Moore 21, Vorderhaus, Raum A210 Olaf Kistenmacher (Hamburg): Israel-Feindschaft in Deutschland. Eine Variante des Schuldabwehr-Antisemitismus? Zur Erklärung der Feindschaft gegen den Staat Israel wird oft auf das Konzept des Schuldabwehr- oder das des sekundären Antisemitismus verwiesen, das die Kritische Theorie in den 1950/1960er Jahren entwickelte. Tatsächlich lassen sich mit diesem Konzept die Besonderheiten der Judenfeindschaft nach 1945 erfassen und auch aktuelle Beispiele der sogenannten „Israel-Kritik“ deuten. Der Vortrag wird sich mit einem Beispiel beschäftigen, bei dem Judenfeindschaft kaum vermutet wird: Der Antizionismus der KPD zur Zeit der Weimarer Republik, der mit spezifischen antikapitalistischen Vorstellungen verbunden war. Olaf Kistenmacher promovierte 2011 an der Universität Bremen über antisemitische Aussagen in der Tageszeitung der KPD – Die Rote Fahne – während der Weimarer Republik. Er ist Mitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V. Mit freundlicher Unterstützung durch die Amadeu Antonio Stiftung. Plakat zum Jour fixe

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