Jour Fixe im November
6.11.2009Mittwoch, 11.11.2009, 18 Uhr c.t.
Raum A210, Im Moore 21, Vorderhaus
Feinde des Ganzen, Reinen und Klaren.
Zur psychodynamischen Funktion antisemitischer Geschlechterbilder
Die NationalsozialistInnen inszenierten sich unter dem Vorzeichen des volksgemeinschaftlichen ‚Heils’ als ganz, rein und klar. Auch hinsichtlich der geschlechtlichen ‚Identitäten’ sollten diese Attribute gelten.
Demgegenüber standen die antisemitischen Feindbilder: ‚Der Jude’ versinnbildlichte die Spaltung, die Lüsternheit und die Verwischung der Geschlechtergrenzen.
Woher stammt die affektive Attraktivität, die diese Selbst- und Fremdbilder auf sehr viele Deutsche ausübten? Warum wurden sie oftmals begeistert angeeignet?
Vortrag von und Diskussion mit Sebastian Winter M.A., Hannover
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