Jour fixe im November

4.11.2010 Mi, 10.11.2010, 18 Uhr Im Moore 21, Vorderhaus, Raum A210 „Was bleibt“ Filmvorführung mit anschließender Diskussion Im November zeigt die AG PolPsy den Film „Was bleibt“ von den Regisseurinnen Gesa Knolle und Birthe Templin, die ihren Film so beschreiben: ‚Was bleibt’ ist der erste Dokumentarfilm, der die familieninterne Aus-einandersetzung mit dem Holocaust sowohl auf der Seite der Täter, sowie der Opfer beleuchtet. Der Film lässt Frauen zu Wort kommen, die auf sehr unterschiedliche Weise mit der deutschen Vergangenheit und ihrer Gegenwart verbunden sind. So wird zum einen über eine Frau be-richtet, die mit ihrer Mutter auf Transport nach Auschwitz geht, in der Hoffnung, sie schützen zu können. Als sie nach Ravensbrück überstellt wird, sieht sie ihre Mutter zum letzten Mal und gibt ihr das Versprechen, von dem erlebten Grauen zu erzählen. Das tut sie bis heute in Schulen und anderen Orten. Sowohl ihre Tochter wie ihre Enkelin sehen es als Familienaufgabe, die Geschichte weiter zu tragen. Zum anderen erzählt ‚Was bleibt’ von einer Frau, die erst als Jugendliche erfährt, dass sie nicht von ihrer leiblichen Mutter, sondern ihrer Tante aufgezogen wurde. Nachforschungen zeigen, dass ihre Mutter KZ-Aufseherin war. Bis heute versucht sie herauszufinden, was für ein Mensch ihre Mutter gewesen ist und kann damit nicht aufhören, obwohl sie weiß, dass der Schmerz schlimmer wird, je mehr sie sich damit beschäftigt. Vielleicht auch deswegen ist ihre Tochter distanziert gegenüber ihrer Familiengeschichte und lässt nur manchmal die Angst zu, eine intergenerationelle Vorbelastung, eine brutale Härte zu haben. Plakat zum Jour Fixe

Du kannst einen Kommentar schreiben.

Hinterlasse eine Antwort