Jour Fixe im Oktober

2.10.2010 Mi, 13.10.2010, 18 Uhr Im Moore 21, Vorderhaus, Raum A210 Nadja Meisterhans (Gießen): Normativität und Psychoanalyse. Zum Verhältnis politiktheoretischer Herrschaftsbegründung und einer emanzipativ ausgerichteten (Ethno-)Psychoanalyse Der Vortrag befasst sich mit den Grundlagen einer immanenten Herrschaftskritik im Rahmen einer durch Widersprüche gekennzeichneten (Welt-)Rechtsevolution. Mit Bezug auf sozialpsychologisch und (ethno-)psychoanalytisch informierte Überlegungen soll daher geklärt werden, ob und inwiefern die Kriterien eines normativ angemessenen Begriffs mondialer Herrschaft aus der erfolgreichen Verarbeitung von narrativ vermittelten Unrechtserfahrungen abgeleitet werden können. Offen ist in diesem Zusammenhang, ob und inwiefern die Erzählung als kognitiv relevante, d.h. Lernprozesse ermöglichende Sprachpraxis ausgewiesen werden kann, deren Eigenschaft es ist, nicht nur vergangene Erfahrungen in Form von sprachlich vermittelten Metaphern und Bildern zu speichern, sondern diese gespeicherten Erfahrungen gleichsam in eine Handlungsgrundlage für zukünftige kreative Lösungen zu transformieren. Damit ist nicht nur das Verhältnis von (transzendentaler) Vernunft(-sbegründung) und (immanenter und kreativer) Narration angesprochen, sondern auch die Frage, ob und inwiefern die Narration als Vernunftpraxis ausgewiesen und zur Grundlegung eines emanzipativ verstandenen Herrschaftsideals herangezogen werden kann. Plakat zum Jour Fixe

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