Jour Fixe im August

4.08.2009 Mittwoch, 12.08.2009, 18:00 Uhr Raum A310, Im Moore 21, Vorderhaus Antiamerikanismus als Alltagsreligion An diesem Jour Fixe wird das Forschungsprojekt zum aktuellen oder „neuen“ Antiamerikanismus vorgestellt, das aus dem Kolloquium von Prof. Dr. Detlev Claussen hervorgegangen ist. Bis in die 90er Jahre hinein haben Untersuchungen zum Antiamerikanismus eine marginale Rolle innerhalb der Sozialwissenschaften gespielt und hatten oftmals eine eher disziplinierende Funktion in politischen bzw. weltanschaulichen Auseinandersetzungen. In Folge der Terroranschläge des 11. September 2001 änderte sich diese Situation. Die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik polarisierte sich zwischen „bedingungsloser Solidarität“ mit den Vereinigten Staaten und einer teils schrillen Kritik an der amerikanischen Außenpolitik. Die sich anschließende medial geführte Debatte offenbarte ein wachsendes Interesse an der Frage nach einem „neuen“ Antiamerikanismus und öffnete das Thema auch für wissenschaftliche Diskussionen. Bis heute ist jedoch völlig offen, ob diese wissenschaftlichen und medialen Auseinandersetzungen auch im Alltag der Bundesbürger eine Rolle spielen. Qualitative Untersuchungen der alltäglichen Form und Bedeutung des Antiamerikanismus gibt es bis dato nicht. Neben einer kurzen Einführung zur Konzeption und Durchführung der bisherigen Studie wird es vor allem Gelegenheit geben ausführlich über zwei Sequenzen aus einer Gruppendiskussion zu sprechen und diese gemeinsam zu interpretieren. Hier geht es zu dem Plakat. Hier und hier finden sich Gruppendiskussionssequenzen zur vorbereitenden Lektüre.

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