Jour fixe im April

12.04.2014

Mi, 16.04.2016, 18:15 Uhr
Im Moore 21, Raum A210

Marco Roock (Hannover):
Die gebrochene Praxis des Subjekts
Subjektivität, Autonomie und Entfremdung in subjektivierten Arbeitsprozessen

Die immer stärker an Bedeutung zunehmende subjektivierte Arbeit, in denen im Unterschied zur tayloristischen Produktionsweise verstärkt subjektive Potentiale in den Verwertungsprozess einbezogen werden, bringen neue Herrschaftsformen hervor,  in denen Autonomie und Selbst-bestimmung in den Dienst von Herrschaft gestellt werden.
Dieser Vortrag widmet sich diesen gegenwärtig zu verzeichnenden Transformationsprozessen der Arbeitsverhältnisse aus einer psychoanalytisch-sozialpsychologischen Perspektive. Dabei wird es insbesondere darum gehen, sowohl die subjektiven Aneignungsweisen als auch die aus diesem Prozess erwachsenen psychosozialen Leiden auf ihre psychodynamischen Verarbeitungsmodi hin zu befragen. Damit soll verfolgt werden, auf welche Weise die aus dem gestiegenen Leistungs- und Konkurrenzdruck resultierenden psychosozialen Konfliktdynamiken und die damit zusammenhängenden Selbstoptimierungsanforderungen psychisch und psychosozial verarbeitet werden.

Marco Roock, Jg. 1979, Dipl. Sozialwiss., Promovend und Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover.

Plakat zum Jour fixe

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